Verzeih mir
Ich wollte -wer kann es mir verübeln?- wissen, welche Gerstenikone mir da um den Gaumen schmeichelt. Ein Blick in die Karte verriet es: Herforder Pils. Da war ich nun. In der Hauptstadt. Bei einem zweifelhaften Inder (in diesem Fall sollte man, by the way, immer von "Geheimtipp" sprechen) und es wurde Herforder Pils serviert! Jahrelang habe ich meine provinziellen Wurzeln in Sachen Gerstenkaltschale geleugnet. Ich habe den Namen des Bieres besudelt, wo es nur ging. "Maurerbrause" haben wir es damals geschimpft und uns dem bohemen Snobismus des Gin-Tonics hingegeben.
Bitte verzeih mir, Herforder.
George Benson
Doch was wäre wohl passiert, wenn er stattdessen Fahrer eines Fahrzeuges des öffentlichen Personennahverkehrs geworden wäre? Gäbe es dann in King County vielleicht eine Buslinie, die nach ihm benannt wäre? Vielleicht hätte George aber auch lieber eine Schule in Namwianga gegründet oder im britischen Parlament gesessen. Wer weiß das schon?! Ich bestimmt nicht. Ich weigere mich auch, auf solch Fragen zu antworten. Jedoch zeigt uns George Benson eines, nämlich, dass Jazz-Musik nicht alles ist.
Porky und das dritte Auge
Die junge Frau aus Sezchuan
Ich bin ein ganz normaler Tag
Aaaaahhhhhhrrrrggghhhhhhhh! Dieser Tag begann wie einer, den man am liebsten gleich wieder in die Tonne treten möchte, aus der er gekrochen kam. Scheiß Tag! Ich wache morgens auf und bin noch total müde. Die Wohnung sieht schlimm aus. Überall liegt was. Ich komme später als sonst aus dem Haus. Die gesamte Buttmannstraße ist zugekackt, als ob dort ein Kaviar und Natursekt Fetisch-Treff für an Durchfall erkrankte Hunde eingerichtet worden wäre. Nur meiner Garrincha-esken Beinarbeit habe ich es zu verdanken, dass meine neuen Turnshuhe nicht aussehen wie beschissene alte Turnschuhe. Die Leute in den U-Bahnhöfen gehen alle (mal wieder) viel zu langsam und machen sich anscheinend einen Spaß daraus, mir in einer Tour vor die Füße zu springen. Meine offizielle Brötchenverkäuferin ist auch schlecht drauf. Der Laden sieht zudem verdächtig optimiert aus. Wir mögen Konstanz. Dann ruft mich auch noch Anna an. Auf dem Handy. Wenn ich nicht gerade in einem angesagten Club sitze und an meinem Kaltgetränk nippe, betrachte ich jeden Anruf, der mich erreicht als hassenswerte Störung meiner Kreise. Weichlich, weibisch, buckelnd, aber doch lieb und es gut meinend. Genau das, woran die westliche Welt im Allgemeinen und Deutschland im Speziellen spätestens seit Einführung der Biotonne krankt. Das führt dazu, dass ich automatisch verkniffen gucke, die Fäuste balle und in den verspiegelten Hochhausfassaden meine Lippen nur noch als blassroten Strich wahrnehme. Dann übersehe ich auch noch einen Kollegen auf dem Weg zu Arbeit. Eigentlich ein netter, cooler Zeitgenosse, mit dem man auch gerne mal über den Hunger in der Dritten Welt und Motörhead diskutieren könnte. Ich hasse so was. Jedes Mal wenn ich das Haus verlasse schwingt diese Angst mit, diese Angst, jemanden zu übersehen, den man doch eigentlich erkennen müsste. Unser schlimmster Feind ist nämlich die Arroganz. Einigermaßen heil bei der Arbeit angekommen, passiert mir das -bis jetzt- beste: frischer Kaffee schwappt in der Kanne, schwarz, ruhig und voller Kraft. Ich trage ihn in mein Büro. Welch wonnevoller Anblick, wie er meine Tasse füllt. Ich will gerade meine Lippen in Richtung Becher führen, zur umgekehrten Vorgehensweise bin ich heute noch nicht fähig, da reißt mich ein spitzes Lachen wieder hoch. Da ich heute mal alleine im Büro sitze, kann es nur die Kollegin aus dem Nachbarbüro sein, die mir den humoresken Dolch ob meines Anblicks in den Rücken stößt. Nach endlosem Small-Talk über StarWars, Hasskappen und Aggressionsstörungen, Truppenübungsplätze, Kinos, Kinder, Rambo, Harrison Ford und Jackie Chan (...was man furchtbar hasst, nämlich Cineast, zum Kenner dieser fürchterlichen Streifen...) läßt sie endlich von mir ab und ich kann mich meinem Kaffee (neu und frisch, der letzte wurde frustriert in Sprechpausen verkonsumiert) widmen, sowie dem Schreiben bedeutender Posts im Stil eines Ausnahmekolumnisten mit Musikfernseherfahrung. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin angepisst. Vom ersten Wecker-Bashing an.
Vereine in Deutschland
Ich überlege gerade, ob ich dem "Verein zum Erhalt der deutschen Sprache" beitrete. Jedoch gehe ich nicht unbedingt mit allen Zielen konform, so dass ich mir wahrscheinlich einen anderen Verein suchen muss, mit dessen Ideologie ich mich anfreunden kann. Es gibt ja so viele! Ich finde, nach 28 Jahren ist es Zeit, sich als Deutscher mal in dieser Hinsicht zu engagieren. Schließlich leben wir in dem Land, das die Vereinsmeierei erfunden hat! An dieser Stelle möchte ich meine Mutter bitten, sich den Kommentar mit dem Sportverein zu verkneifen. Aber wie wär's mit einem Teckelclub oder einem Verein zur Verschönerung deutscher Innenstädte? Mal schauen. Ist eh nur so ein flüchtiger Gedanke.
Ich brauche Aussagen!
Weibliche Ejakulation wird oftmals falsch verstanden. Die meisten halten es für eine Auswirkung von Inkontinenz. Das kann zu ernsthaften Problemen in der Partnerschaft führen. Frau kann sich dann einfach nicht richtig gehen lassen. Da muss der Partner mit viel Verständnis und Einfühlungsvermögen nachhelfen. Ein Fühlungsvermögen haben die meisten. Leider kann man das nicht beim Bausparen gebrauchen. Das alt hergebrachte 'Fühlen' hat nämlich als Zahlungsmittel längst ausgedient. Harte Währung zählt. Harte Schwänze hingegen sind nur submarktwirtschaftlich von Bedeutung. So kann man als potenter Pornodarsteller viel Geld verdienen. Als Angestellter eher nicht so.
Das kann zwar nicht das Aussterben der Menschheit verhindern, aber es klingt ganz gut. Die Zeit wird es schon zeigen oder zumindest einen Artikel dazu veröffentlichen. Was ist eigentlich Zeit? Was ist die Bedeutung der Bedeutung? Wieviel Zeit braucht meine Pizza im Ofen? Welche Zeit braucht es, um einen Berg abzuwetzen, allein mit dem Schnabel eines Raben? Oder auch so:
A: ICH BIN DER SULTANINEN-König.
B: Und was bist Du?
C: ICH BIN DEUTSCHLAND!
Wenn man sich so die Deutsche Fernsehlandschaft anschaut, insbesondere die Fake-Reality Detektive und Polizeimenschen, dann möchte man nur eins rufen und das unheimlich laut:"Ich brauche Aussagen"!
Das Leben ist schön
Boah ist das geiles Wetter draußen! Alle Mädchen haben ihre kurzen Röcke entstaubt; die Jungs T-Shirts und Pornobrillen. Ich habe noch keine anständige Pornobrille, aber vielleicht finde ich die ja gleich im Geschäft. Ich gehe jetzt gleich nämlich einkaufen, musst Du wissen. Jaha, Schuhe und Jacken und Pornobrillen. Vielleicht reicht das Geld auch noch zum Essen. Wer weiß? Das Leben ist voller Überraschungen.
If paradise is half as nice, Baby!
Gina Wild trifft Conny Dachs
Bei mir ist gestern auch was Lustiges los gewesen. Ich sitze seelenruhig vor dem TV und chille so ein bisschen rum, da vernehme ich doch Laute aus der Wohnung unter mir. Ich wusste sofort: Das ist keine Laute. Also stellte ich den Ton ab und lauschte. Und was ich da gehört habe ging auf keine Kuhhaut. Die haben's getrieben da unten! Aber frag' nicht wie! Stundenlang mit allem Zipp und Zapp und Pipapo. Ich war genötigt, den Fernseher lauter zu stellen. Manchmal war es mir, als ob da nicht bloß ein Mann und eine Frau zugange waren, sondern ein ganzer Haufen (na ja, vielleicht zwei Pärchen beim Swingen). Oder die haben da einen kleinen Privat-Porno gedreht. Junge, Junge, Junge - da war ich baff. Ich hoffe, ich bleibe am nächsten Wochenende davon verschont. Ich würde bestimmt rot werden, wenn ich die im Treppenhaus antreffe. Aber eigentlich war's ganz witzig. Fast wie im Film. Ich hoffe, die machen es jetzt nicht jeden Tag.
Kopf o.ä. waschen
Niemand schuldet Dir im Leben etwas von Bedeutung. Und das Leben schuldet Dir am wenigsten davon. Also, jetzt kannst Du darauf warten, dass ab und zu ein Brotkrumen bei Dir auf den Teller fällt oder Du gehst selber auf die Jagd nach dem roten Oktober. Willst Du die Welt verführ'n dann musst Du erst mal investieren. GEH VERDAMMTNOCHMA' RAUS IN DIE STADT, AUF'S LAND UND IN ANDERE BEZIRKE. SUCH DIR EIN MÄDEL, DAS DIR GEFÄLLT. KEIN MENSCH IST PERFEKT. LERNE, DIE UNVOLLKOMMENHEIT ZU AKZEPTIEREN.
(MANCHMAL STINKEN DIE AUCH).
Verwirbelungen
Mein Kopf ist ganz verwirbelt. Ja, im Ernst. Als ich heute ins Badezimmer gewankt bin und einen zaghaften Blick in den Spiegel warf, da fiel es mir auf: Ich bin ein verwirbelter Junge. Ein ganz verwirbelter. An die vielen Wirbel im Kopf hab' ich mich ja schon gewöhnt, aber jetzt scheint auch noch mein Haar demselben Trend zu folgen.
Wetter, Wetter, Wetter
Heute ist das Wetter auf eine merkwürdige Art und Weise schön. Der Himmel ist bedeckt mit einer weißgrauen Wolkenschicht, aber es ist trocken. Die Luft ist lau und ich kann mit offenem Mantel umherlaufen, ohne dass es mich friert. Diese Luft lädt quasi zum Atmen ein. Klar und angenehm umspielt sie meine Alveolen. Ein Tag, der an Gleichmut kaum zu übertreffen wäre, wenn man nicht wüsste, dass es jeden Moment vorbei sein könnte. Der Himmel risse auf und sein strenges, blassblaues Auge würde uns wieder auf Schritt und Tritt begleiten. Ganz ähnlich einer Ameisenfarm würde plötzlich eine hektische Betriebsamkeit unter den Menschen ausbrechen, weil der vermeintliche Gott von oben auf seine Geschöpfe blicken würde und hier und da mit einem Stock das Leben in neue Bahnen lenkte. Ich sehe schon die ersten Anzeichen. Der eintönige Himmel verfärbt sich bereits an einigen Stellen. Ungeheuer zartes Blau diffundiert durch die Wolkendecke. Und bald zieht die noch gerade verborgene Sonne scharfe Trennstriche zwischen Licht und Schatten, die bisher nur ahnungsvoll verborgen sind wie das Adergeflecht unter der Haut, die Illusion der Einheit zwischen Bild und Abbild offenbarend.
Will sagen: Ben mag Wetter, heute.
Gespräche mit mir selbst:
[Ben möchte eine Mail an Miss Love schreiben und tippt gerade die ersten Zeilen. Plötzlich meldet sich Jamin. Die beiden sind völlig austauschbare komplementäre Persönlichkeitsstrukturen. Deswegen hat der Autor sie lediglich eins (1) und zwei (2) genannt]
1: [Tippt] Ich weiß, es ist taktisch unklug, nervt und riecht nach Verzweiflung, aber mir ist gerade langweilig, ich hab' nichts zu tun und...
2: Hey, das letzte ist jetzt aber auch nicht sehr charmant...
1: [Schaut auf] Was soll ich machen? Soll ich lügen?
2: Nein, Du könntest einfach mal keine Mail schreiben. Wird eh viel zu viel. Das wäre die Vierte heute.
1: Ja und? Das waren vier qualitativ hochwertige Mails. Da kann man sich doch wohl kaum beschweren.
2: Naja, ob die sooo hochwertig gewesen sind, das lass ich mal so dahingestellt sein.
1: Es heisst: Das sei mal so dahin gestellt, Nixmerker!
2: Selber Nixmerker! Ich bin es nicht, der hier textet und textet und mailt wie verrückt. Das muss doch jede Frau abschrecken.
1: [Reflektiert] Ich hab' mal gehört, dass gerade bei Internet-Bekanntschaften Frauen solche Leute doof finden, die hinterher immer noch wie wild Mails schreiben und sich nur beklagen oder auf die Schleimer-Tour machen.
2: Erstens stützt das ja jetzt doch mal voll meine These vom Nicht-Schreiben und zweitens frage ich mich ob Du vielleicht'n bißchen schizo bist, wenn Du das weißt, aber gleichzeitig was anderes machst.
1: Selber Schizo. Ich versuche hier nur mal etwas Energie zu investieren. Mich für etwas begeistern.
2: Miss Love würde jetzt bestimmt "inspirieren" sagen. Aber trotzdem. Lass ihr doch erstmal Zeit, die letzten Mails zu beantworten.
1: Okay, wenn Du meinst, Besserwessi. Trotzdem besser vorher viel texten als hinterher. (Wobei, 'hinterher' als Begriff is ja auch wieder doof...)
2: Wer ist hier ein Besserwessi? Wenn ich Dich erinnern darf, wir sind immerhin noch ein und dieselbe Person.
1: Du vielleicht!
2: Was soll das denn jetzt wieder heißen?
1: [schnippisch] Ich hab' keinen Bock mehr. Ich mach meinen eigenen Laden auf.
2: Ohne Gehirn, was?
1: Wie, Gehirn?
2: Das, wovon Du zu wenig hast. Ach, Du denkst doch eh nur mit dem Schwanz.
1: Also, das ist ja wohl die Höhe! Ich und schwanzgesteuert?!?! Wer will denn hier eine gefühlvolle, informative, kreative und tolle Mail schreiben? Du oder ich?
2: Streng genommen....
1: ICH ja wohl! Und jetzt kann mir Mr. Allwiss bestimmt auch mal sagen, an was er so denkt, Herr Hochwohlgeboren.
2: An Titten.
1: Ha! Hab' ich's mir doch gedacht!
2: (Boah, ist der blöd)
1: Das hab' ich gehört!
2: Hast Du auch schon mal was von einer pointiert vorgetragenen Phrase mit ironischem Unterton gehört?
1: Leck mich doch! Ich probier hier alles, damit...
2: JAHA?! Was probierst Du denn? Den Rekord im Mailschreiben aufzustellen? Komm, lass das Mädchen in Ruhe. Sie hat schließlich Urlaub. Das heißt auch mal Urlaub von Dir.
1: Und Dir.
2: Ja, und mir. - Wär bei Dir, Schrägstrich uns, doch genauso.
1: Ja? Okay, vielleicht. Aber nur, weil ich dann so abgelenkt wäre und keinen Internetzugang hätte.
2: Abgelenkt? Wovon denn?
1: Na, von den kulturelen Dingern.
2: Kulturelle Dinger? Mann, Du weißt doch noch nicht mal wie man kulturell überhaupt schreibt. Du lägst den lieben langen Tag am Strand und würdest hoffen, dass sich ein Top-Spitzen-Babe in Sichtweise das Bikini-Oberteil von den Brüsten pellt.
1: Ich bin KEIN Spanner! Und überhaupt hätte ich dazu gar keine Lust, weil ich schon vergeben bin.
2: An wen bist DU denn vergeben?!?
1: Na, an die kleine Miss Love.
2: Ah, an die kleine Miss Love. Gut gemacht, Du Spitzentyp. Als ob es schwer wäre, einer Frau schmachtende E-Mails zu...
1: ...Ich schmachte nicht. Das waren alles tolle Mails, bei denen ich mir viel gedacht hab'.
2: ...als ob es schwer wäre, so jemanden für Dich zu interessieren.
1: Dann versuch's doch selber mal, Prinz Charming!
2: Das hab' ich gar nicht nötig!
1: Naja, Fakt ist wohl doch, dass Miss Love seit wir sie kennen, unsere Aufmerksamkeit erregt hat.
2: Bei mir hat sie noch was ganz anderes....
1: ...UNTERSTEH Dich!!! Miss Love ist eine nette, intelligente junge Frau, die mit Sicherheit auf Dein präpubertäres Gequatsche verzichten kann.
2: [feixend] Nä,nä Sissyboy! Sissyboy is verliehiebt, nänänänäää.
1: Ach, mit Dir kann man einfach nicht über sowas reden. Ich frage mich, warum ich's überhaupt immer wieder tue.
2: Weil Du sonst keinen hast. Frischei!
3: Ey, Hallo Jungs, sacht ma', hamwer noch was zu kiffen im Haus? [geht wieder]
2: ...[sprachlos]
1: ...[sprachlos, aber mit offenem Mund]
1: Wer war das denn?
2: Keene Ahnung. Aber den sollten wir ganz schnell mal vor die Tür setzen.
1: Wo war'n wir?
2: Du wolltest Eure Namen in einen Baum ritzen.
1: Hä, wieso? [verstört] Ach so. Ich finde, Du unterschätzt die Macht der [singt schmachtend] Liiieeeebee.
2: Also, ich hab' schon mal gehört, das in jedem harten Mann auch eine weibliche Seite schlummert, aber Du bist ja schon schwul.
1: Ich bin nicht schwul. Nur empfindsam.
2: [Knufft 1] Empfindsam, was?
1: Aua! Hackt's?!?
2: Ich wollte Dich nur mal wieder runterholen von Wolke sieben.
1: [Nebenbei] Wußtest Du, dass das im Englischen 'Cloud Nine' heisst?
2: Nee, aber ein Album von Aerosmith heisst 'Nine Lifes'...
1: Das war'n Katzen...
2: Jetzt sag' mal im Ernst. Was soll denn das ganze mit Miss Love?
1: Wie, was soll was?
2: Naja, warum machst Du das alles, die Mails und so?
1: Weil ich es will.
2: Weil Du es willst? Was is das denn für 'ne Antwort?! Was machst Du denn schon großartig GEGEN Deinen Willen?
1: Dir zuhören zum Beispiel.
2: Touche, mein Freund!
1: Danke, das war spontan.
2: [verdreht die Augen]
1: Ich will's einfach machen.
2: Warum? Oder halt, vielleicht sollte ich lieber fragen, was Du machen willst.
1: Na, Mails schreiben und so.
2: [äfft nach] Mails schreiben und so. - Jaha, schön und gut, aber ist Dir vielleicht entgangen, dass Madame Love schon in wenigen Wochen, ach was sag' ich, Tagen bei Dir...
1: ...bei uns...
2: ...ja, dann eben bei uns, auf der Matte steht. Und dann?
1: Das hab' ich mir noch nicht überlegt.
2: So, das hat sich der feine Herr noch nicht überlegt, wie?
1: Ja, das hab' ich mir noch nicht überlegt.
2: Das hast Du Dir also noch nicht überlegt.
1: Jipp
2: Und das ist.........[vorsichtig] gut?
1: Jipp
2: 'Jipp' mich nicht immer so an!
1: Okeydokey
2: [aufbrausend] Noch einmal, Du...! Ich finde, dass Du da zu blauäugig drangehst. Sowas will geplant werden. Da müssen Schlachtpläne erstellt werden. Vorräte eingekauft, Clubs ausgecheckt werden und überhaupt und so.
1: Nee, das lass ich einfach weg.
2: Super Plan, Alder!
1: Nix Pläne. Du und Deine scheiß Pläne haben doch immer nur ins Fiasko oder noch viel schlimmer ins Nichts geführt.
2: Naja, Nichts würde ich das nicht nennen....Aber Dein Empfinsamkeitsgelaber kann doch wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
1: Isses auch nicht. Aber wat willste machen?
2: Ich könnte Nummer 3 nochmal holen und den fragen....
1: Haha, sehr witzig, Bob Marley!
2: Rastaman Vibration Yeah [sing]
1: [Zitier] "Komm runter Wayne!"
2: Is ja gut. Trotzdem. Ich glaube Deine Schmachtnummer zieht nicht. Frauen wollen echte Kerle, so wie mich.
1: DU?! Echter Kerl? Das ich nicht lache.
2: Hey, ja! Immerhin sind wir zwei komplementäre Persönlichkeitsstrukturen, die...
1: ...Du hast Nummer 3 vergessen...
2: ...DREI komplementäre Persönlichkeitsstrukturen. Und wir sollten uns ergänzen. Da kannst Du wohl kaum einfach so ankommen und die Zuständigkeiten neu verteilen!
1: Kann ich nicht?
2: Neee, Keule, dit kannste nisch.
1: Dann Plan B?
2: Was ist Plan B?
1: Keine Ahnung, aber es gibt immer einen Plan B.
2: Kollaboration?
1: Mit dem Feind?! Nie!
2: Ich meinte uns.
1: Ich auch.
2: Ach komm! Ich mach' Dir'n Vorschlag. Wir texten weiter wie bisher und dann kommt die kleine Miss Love vorbei und wir haben einfach nur ein bißchen Spaß zusammen...
1: Spaß? [kneift die Augen zusammen]
2: Ohhh, Meeeensch - Nicht schon wieder was Du denkst! Man könnte echt meinen, dass Du eine schlechte Meinung von mir hättest.
1: Hab' ich auch.
2: Und trotzdem fällst Du immer wieder auf mich rein. Hör zu! Diesmal probieren wir es auf Deine Weise. Aber wenn's schiefgeht dann...
1: [umarmt 2 stürmisch] Oh, Danke!
2: Ey!!!§$$%&/ Hab ich's doch gesagt! Schwuchtel!
1: Ok, schon gut. Wir machen's diesmal nach meinen Regeln. Kein überzogenes "Auf's Machotum bestehen". Kein stundenlanges Gerede über Sex und auch keine Flucht, wenn das Thema Beziehung oder Gefühle [2 verzieht automatisch das Gesicht] zur Sprache kommt.
2: Oh, Mann, ich werd's bereuen. Das weiß ich. Ich werd's bereuen.
1: Wirst Du nicht! Diesmal nicht.
2: ....
1: Wenn ja dann darfst Du auch die nächsten zehn Ischen mit Deiner Schwanznummer klar machen.
2: Ach komm, lass ma'. Vielleicht haste ja recht. Komm, ich lad' Dich auf'n Bier ein.
1: [extra] Yipp!
[PAUSE]
3: [Gundelesk]....Ey...........Ey, Jungs..............Bringter mir was zu Kiffen mit...?.....Ey Jungs?! Hallo?
-ENDE-
Oh Tommy-boy!
Viele Briefe oder Nachrichten beginnen, nicht nur in Deutschland, oft mit diesen Worten. Doch von was ist da eigentlich die Rede? Betrachten wir das doch einmal etwas genauer. "Hallo", ein ganz normales Grußwort, möchte man meinen. Jedoch bei näherer Betrachtung fällt auf: Im Englischen, dem Ursprung dieser Formulierung, wird Hallo "Hello" geschrieben. Steckt also die Hölle (engl. Hell) hinter dieser feinsinnigen Anspielung? Ganz nach demMotto "(ach, fahr' doch) zur Hölle"? Wenn man sich die Engländer so anschaut, wie sie sonnenverbrannt kleinen, sexy Mädchen in den südlichen Urlaubsenklaven hinterher pfeifen und die Augen gar nicht mehr abwenden können, so möchte man manchmal schon "Fahr doch zur Hölle, Tommy" rufen. Aber das soll nicht das Thema sein. Wenden wir uns deswegen dem zweiten Teil zu, "mein Schatz". Ein Schatz also, um den sich die Sache dreht, soll es da geben. Na,herrlich. Und dann auch noch meiner. Wunderbar. Doch was bringt einem solch ein Schatz, wenn er auf dem freien Markt nichts einbringt? Hier kommt das "mein" ins Spiel. Ist es denn überhaupt von Bedeutung, dass ein Schatz einen objektiven oder marktwirtschaftlichen Wert besitzt? Nein, davon kann man nicht ausgehen. Auch nicht vom possesiven Charakter dieser Formulierung. Vielmehr soll es die Freude ausdrücken, die man empfindet, wenn sich der vermeintliche Schatz (etwas, das man sehr wertschätzt) scheinbar im Besitz, also im Einfluss- oder Erfahrungsbereich des Subjekts befindet. Damit schließe ich meine heutigen Betrachtungen ab und komme zu anderen Dingen, die mir ebenfalls am Popo vorbei gehen.
Männer und Magazine
Neue Anschläge geplant
Manuel Andrack von Wanderameisen zerfleischt...
Schrecklich, was alles so passiert in der Welt oder?
Kein Style
Wahrscheinlich redest Du Dich jetzt irgendwie raus: "Ich musste noch wichsen" oder "Ich musste noch wischen" oder "Meine Schuhe waren dreckig und ich musste sie putzen". Wir leben in einer Verweigerungsgesellschaft. Keiner ruft "Heeha!" und stürzt sich in eine Sache mit Motivation und Tatendurst. Alle meiden bzw. verweigern Sachen und nehmen billigend alles andere in Kauf. Ich habe mir auch etwas gekauft. Ich wollte nicht als Verweigerer dastehen. Ich habe mir eine Universalfernbedienung gekauft (4,95€) und einen MP3-Player mit 1GB Speicher (39,95€). Genau das, was der Doktor verschrieben hat. Jetzt habe ich einen handlichen Massenspeicher und einen schlanken musikalischen Begleiter auf Reisen. Mein Hörbuch-CD-Wechsel-Problem gehört damit der Vergangenheit an. Außerdem kann ich jetzt auch mit so Baumelgestrippe um' Hals rumlaufen, wie die akzeptierten Jugendlichen in meiner geosoziologischen Gemeinschaft im Wedding.
Meine Frusir, mein Grisu, mein Kopf, Haare, Formen na! Frisur(!) hat sich geändert. Ich trage jetzt einen Seitenscheitel, der seinen Anfang auf meiner linken cerebralen Hemisphäre nimmt. Meine Freundin sagt, ich sehe jetzt braver aus, obwohl sie wüßte, dass das ja gar nicht stimmt. Vielleicht macht sie das heiß oder so. Sie fährt ja auch unglaublich auf meine Brille ab, die nicht Holzfurnier ist. Boah, wie schnell schreibt man 'Holzfunir'?! Sehr schnell! Vielleicht lasse ich mir auch noch einen Oberlippenbart stehen. Aber nur wenn Du mir versprichst, nie wieder "Olibar" zu sagen. Das klingt so degoutant.
Wir leben in ziemlich unübersichtlichen Zeiten.
Investoren gesucht
Die drei Ecken des Hutes
Apropos Kunststile. Ist Euch schon mal aufgefallen, dass auffallend viele Leute in letzter Zeit mit einem Hut herum laufen? Das Straßenbild in Friedrichhain gleicht manchmal glatt einer Szene aus den alten "Duck and Cover"-Zeiten. Ist das Kunst in eigener Sache? Der Körper als Leinwand? I am a mime. My body is my tool and I feel like fuckin' dancing!!!
Hut ab, meine Freunde!
Fun with Google
PS: Der Barcode auf meiner Kondensmilchpackung führte mich zu jeder Menge nackter Weiber. Reicht das als Anreiz, ihr sexbesessenen blöden Internet-Surfer? Ihr ekelt mich an!
Pollen haben keinen Willen
Kunst
Zwei Punkte für ein "Rock A Hula"
Doch diese Zeiten sind vorbei - ein für alle mal!
Auf die Frage, welchen crazy Song ich hören würde, wenn meine Meinung maßgeblich wäre, würde ich übrigens nicht "Crazy" von Aerosmith antworten, sondern "Crazy Babies" von meinem großen Idol....äh...fuck...wie hieß der noch?.....ah.....nee.....ha! Ozzy Osbourne. Keine Ahnung wie das Video aussieht, aber es röckt bestimmt.
Norman Mailer ist drin - mit Geld!
Aus den Lautsprechern dröhnt laut "In it for the money" von Supergrass. Könnte eigentlich doch die Hymne der Callboys sein, oder? Hach, was bin ich wieder kalauerich unwitzig heute. Shitty Witzis. Scheiß Nazis! Das war's für heute mit Rumgeblogge und Mails schreiben. Ich heiß ja schließlich nicht Norman Mailer, was schade ist, weil ich dann mit dem Inbegriff der sexy Weiblichkeit verheiratet gewesen wäre. Aber vielleicht wäre ich auch schon tot. Wer weiß?
Ist der Vetter schuld?
Das Leben ist eine Primaballerina
Ich hatte wirklich einen Traum. Der war auch sonderbar. Ich träumte nämlich (vielleicht zum ersten Mal) von Anja. Inhalt: Ich traf sie zufällig. Es war fast so wie ein außer Haus Termin in einer Firma. Ich sollte mit einer Kollegin den Manager-Typen etwas vom Pferd erzählen. Anja schien das ganze eingefädelt zu haben, schien aber dennoch überrascht. Wie selbstverständlich stellte sie mich als die Person vor, die den Laden wieder flott machen sollte. Allerdings war ich nur ein Assistent. Die Auftraggeber waren angetan von mir und eine weitere Kollegin, die später dazu kam, spielte zähneknirschend die Scharade mit. Alles zum Wohle der Firma. Ich bemerkte Anjas Interesse an meiner Person. Das ging dann nach dem Geschäftstermin weiter. Ich wußte zuerst nicht, ob es die Freude war, mich nach so langer Zeit wiederzusehen oder wirkliche Begierde. Wir hatten eine kurze und stürmische Romanze (vielleicht ein Wochenende lang). Sie schnitzte mir Penisringe aus Gemüse und umarmte mich. Dann kamen zwei Typen vorbei, wahrscheinlich Ausländer aus interessanten Ländern oder alte Bekannte oder vielleicht auch nur bessere Menschen als ich es war. Es war traurig. Sie sagte mir, sie wolle mit ihnen mitgehen. Was konnte ich tun? Nichts. Das Herz will, was das Herz will. Also, ließ ich sie gehen.
Buchen sollst Du suchen
Alles in Butter bei der Kuttner?
Manowar-Kritik? Maneuveur? Mann ouvert? Mein Duden mimt den sprachlichen Zuhälter. Nein, richtig muss es natürlich heissen: Manöver Bord! (Ha,ha ich lach mich scheckig). Siehst Du, was Kuttner bereits bei mir angerichtet hat? Und das nur auf dem kurzen Weg zur Arbeit!