Das Leben ist eine Primaballerina

Ich hatte letzte Nacht einen Traum. Und dieser Traum war sonderbar, weil ich im Traum ein Käfer war. Das singen die Ärzte. Aber genau wie die Titelzeile ist das nicht die ganze Wahrheit.

Ich hatte wirklich einen Traum. Der war auch sonderbar. Ich träumte nämlich (vielleicht zum ersten Mal) von Anja. Inhalt: Ich traf sie zufällig. Es war fast so wie ein außer Haus Termin in einer Firma. Ich sollte mit einer Kollegin den Manager-Typen etwas vom Pferd erzählen. Anja schien das ganze eingefädelt zu haben, schien aber dennoch überrascht. Wie selbstverständlich stellte sie mich als die Person vor, die den Laden wieder flott machen sollte. Allerdings war ich nur ein Assistent. Die Auftraggeber waren angetan von mir und eine weitere Kollegin, die später dazu kam, spielte zähneknirschend die Scharade mit. Alles zum Wohle der Firma. Ich bemerkte Anjas Interesse an meiner Person. Das ging dann nach dem Geschäftstermin weiter. Ich wußte zuerst nicht, ob es die Freude war, mich nach so langer Zeit wiederzusehen oder wirkliche Begierde. Wir hatten eine kurze und stürmische Romanze (vielleicht ein Wochenende lang). Sie schnitzte mir Penisringe aus Gemüse und umarmte mich. Dann kamen zwei Typen vorbei, wahrscheinlich Ausländer aus interessanten Ländern oder alte Bekannte oder vielleicht auch nur bessere Menschen als ich es war. Es war traurig. Sie sagte mir, sie wolle mit ihnen mitgehen. Was konnte ich tun? Nichts. Das Herz will, was das Herz will. Also, ließ ich sie gehen.

Keine Kommentare: