Heute ist das Wetter auf eine merkwürdige Art und Weise schön. Der Himmel ist bedeckt mit einer weißgrauen Wolkenschicht, aber es ist trocken. Die Luft ist lau und ich kann mit offenem Mantel umherlaufen, ohne dass es mich friert. Diese Luft lädt quasi zum Atmen ein. Klar und angenehm umspielt sie meine Alveolen. Ein Tag, der an Gleichmut kaum zu übertreffen wäre, wenn man nicht wüsste, dass es jeden Moment vorbei sein könnte. Der Himmel risse auf und sein strenges, blassblaues Auge würde uns wieder auf Schritt und Tritt begleiten. Ganz ähnlich einer Ameisenfarm würde plötzlich eine hektische Betriebsamkeit unter den Menschen ausbrechen, weil der vermeintliche Gott von oben auf seine Geschöpfe blicken würde und hier und da mit einem Stock das Leben in neue Bahnen lenkte. Ich sehe schon die ersten Anzeichen. Der eintönige Himmel verfärbt sich bereits an einigen Stellen. Ungeheuer zartes Blau diffundiert durch die Wolkendecke. Und bald zieht die noch gerade verborgene Sonne scharfe Trennstriche zwischen Licht und Schatten, die bisher nur ahnungsvoll verborgen sind wie das Adergeflecht unter der Haut, die Illusion der Einheit zwischen Bild und Abbild offenbarend.
Will sagen: Ben mag Wetter, heute.
Wetter, Wetter, Wetter
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